ZAUBERPILZE bei uns: Pilze selbst sammeln?

Wer Pilze, sei es zur Aufmunterung des Gaumens (z.B. Champignons, Pfifferlinge, Steinpilze) oder des Gehirns ("Psilos") sammelt, sollte natürlich auch ihr Aussehen kennen. Hier hilft entsprechende Fachliteratur, besser jedoch man schließt sich erfahrenen Pilzsammlern bei der Suche an.

Verwechslungsmöglichkeiten mit (tödlich) giftigen Pilzen sind zumindest beim spitzkegeligen Kahlkopf (Psilocybe semilanceata) kaum möglich.
Verschiedene psilocybinhaltige Inocybearten (I. aeruginascens (s.o.), I. corydalina u.a.) können aber von unerfahrenen Sammlern sehr leicht mit hochgiftigen Arten der gleichen Pilzgattung (Rißpilze, Pilzgift Muscarin) verwechselt werden.
Bei auf Holzresten wachsenden Psilocybearten (z.B. P. stuntzii) besteht zudem Verwechslungsgefahr mit Gallerinaarten (z.B. G. marginata, Nadelholzhäubling), die evtl. tödliche Mengen Amanitin (Knollenblätterpilzgift) enthalten.

Gesammelte Pilze sollten prinzipiell schnellstens verzehrt werden, da sich Pilzeiweiße recht bald zu gefährlichen Toxinen zersetzen, und alte Pilze auch ein bevorzugtes Substrat für Schimmelpilze darstellen, die wiederum krebserzeugende Aflatoxine bilden. Ist ein Verzehr nach maximal 2-3 Tagen (Lagerung im Kühlschrank) nicht möglich, empfiehlt sich eine Trocknung nach bewährter Küchenmykologenart für ca 6 -12 Stunden bei 50·C im Backofen (die Pilze dürfen sich anschließend nicht mehr elastisch anfühlen und müssen spröde sein).
Die Pilze können dann an einem trockenen Ort, möglichst unter Sauerstoffabschluß und kühl ein bis fünf Jahre aufbewahrt werden.

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