ZAUBERPILZE bei uns: Unterschiede zum LSD-Trip

Die Halluzinationen und psychedelischen Erlebnisse unter Psilocybineinfluss sind ähnlich denen nach LSD-Konsum, markante Unterschiede sind aber: Die Wirkungszeit ist bei den Pilzen mit maximal 5 Stunden deutlich kürzer (LSD-Trips dauern bis zu 10 Stunden und länger an) und die "Psychedelische Reise" ist dadurch leichter steuerbar. Die Gefahr, "schlecht drauf zu kommen" (Panikzustände/Horrortrip) ist bei Pilzen im Vergleich zu LSD deutlich geringer.* Psilocybin bewirkt außerdem meist eine stabile positive Gefühlsfärbung, d.h. abrupte Stimmungsumschwünge sind vergleichsweise seltener, und es führt zu einer geringeren Bedrängnis beim Wiedererleben von verdrängten Konflikten und traumatischem Erlebnismaterial. Außerdem besitzt Psilocybin weniger neurovegetative Nebenwirkungen und es zeigt eine geringere Neigung zu Identifikationsverlusten. Aus den genannten Gründen wird Psilocybin deshalb beim Einsatz in der Psychoanalyse/Psychotherapie (s.u.), aber auch von vielen Usern dem "mächtiger" wirkenden LSD vorgezogen.

* Das Netzwerk zur Warnung vor Drogenmissbrauch (DAWN) in den USA registrierte z.B. 1982 31 Fälle einer Klinikeinlieferung aufgrund panischer Zustände nach Psilocybingebrauch, aber 1498 Fälle nach LSD-Gebrauch bei vergleichbarer Konsumentenzahl in der Bevölkerung.

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