Alkohol wirkt geschlechtsunterschiedlich.

Wenngleich Alkoholismus heute auch immer mehr Frauen betrifft, ist es in erster Linie ein Männerproblem. Männer sind statistisch gesehen doppelt so häufig davon betroffen wie Frauen. Eine biologische Ursache für diesen Unterschied erklären Forscher der Universitäten Columbia <http://www.columbia.edu> und Yale <http://www.yale.edu> in der Zeitschrift "Biological Psychiatry":

Alkohol führt bei Männern zu einer höheren Ausschüttung des Hormons Dopamin als bei Frauen.

Dopamin erfüllt im Gehirn eine Vielzahl von Funktionen. In diesem Kontext ist jedoch vor allem seine angenehme Wirkung bei der Freisetzung von Bedeutung. Diese lässt den Menschen eine ähnliche Belohnung erfahren wie etwa Sex oder anderen Drogen. Der beim Betroffenen als wohltuend erfahrene Effekt dürfte eine wichtige Rolle beim Missbrauch spielen.

Mit dem Hormon in die Sucht

"Bei Männern ist die Dopamin-Ausschüttung auch stärker mit positiv empfundenen Effekten einer Alkoholvergiftung verbunden", erklärt Studienleiterin Nina Urban. Laut den Forschern sorgt Alkoholkonsum anfangs für eine Anregung und kann auch über den Weg des Dopamins zur Gewohnheit werden. Zudem stellten sie fest, dass Menschen weniger Dopamine ausschütten, wenn sie häufig viel Alkohol trinken. Das sei eine Erklärung für das Ansteigen der Toleranzgrenze und des Übergangs zur Sucht.

>http://www.biologicalpsychiatryjournal.com/article/S0006-3223%2810%2900594-9/abstract

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